In diesem Guide gehen wir durch, wie du in deinem Shopify-Shop Cross-Sells und Upsells einsetzt, deinen durchschnittlichen Bestellwert erhöhst und mehr Umsatz generierst. Sobald alles eingerichtet ist, bringen diese Techniken zusätzlichen Umsatz für deinen Shopify-Shop – sogar während du schläfst. Die Einrichtung dauert nur ein paar Minuten, kann aber mit sehr wenig Aufwand einen großen Umsatzhebel liefern.
Was ist Upselling?
Bevor wir darauf eingehen, wie Cross-Selling & Upselling konkret funktioniert, klären wir zuerst, was diese Begriffe bedeuten – beginnend mit Upselling.
Upselling
Upselling ist die Praxis, Kund:innen beim Kauf eines Produkts höherpreisige Produkte oder zusätzliche Produkte anzubieten.
Ursprünglich wurde Upselling von Ecommerce-Händler:innen genutzt, um Kund:innen ein wertigeres Produkt als das aktuell ausgewählte anzubieten.
Zum Beispiel: Statt des aktuellen 80-$-Stereos im Warenkorb wird ein 120-$-Stereo mit „besseren Features“ angeboten. Das macht Sinn, weil du mit teureren Artikeln aufgrund der Margen in der Regel mehr verdienst.
Cross-Selling
Cross-Selling ist die Praxis, Kund:innen beim Kauf eines bestimmten Produkts ähnliche oder verwandte Produkte anzubieten.
Cross-Selling ist die Kunst, ähnliche Produkte passend zum geplanten Kauf anzubieten, die bei Käufer:innen wirklich ankommen. Ein Beispiel für Cross-Selling wäre, Tintenpatronen anzubieten, wenn jemand einen Drucker kauft. Diese Produkte gehören zusammen und sorgen gemeinsam für einen höheren durchschnittlichen Bestellwert, wenn sie zusammen gekauft werden.
Verallgemeinerung der Begriffe
In den letzten Jahren im Ecommerce ist der Begriff „Upsell“ stärker verallgemeinert worden und bedeutet oft einfach nur „mehr verkaufen“. Das passiert, indem du Produkte zeigst, die die Produkte ergänzen, für die sich deine Besucher:innen gerade interessieren – inklusive Upgrades und Zubehör. Cross-Selling ist in manchen Fällen in den Hintergrund gerückt, unter anderem durch Post-Purchase-Upsells, die theoretisch Cross-Sells nach dem Kauf sind.
Für diese Anleitung gehen wir daher davon aus, dass du „mehr verkaufen“ möchtest und verwenden den verallgemeinerten Begriff: Upsell.
Wie mache ich Upsells in meinem Shop?
Upselling in deinem Shopify-Shop beginnt mit einer erfolgreichen Upsell-Strategie. Wenn Upsells funktionieren, erhöhen sie den durchschnittlichen Bestellwert („AOV“) deines Shops und den Gesamtumsatz deutlich. Studien zeigen, dass Upselling den Umsatz um 10–30% steigern kann – eine der effektivsten Strategien, um die Profitabilität zu erhöhen. Gerade wenn du mehrere Shops betreibst, kannst du nicht nur innerhalb dieser Shops upsellen, sondern deine Shops auch gegenseitig bei Kund:innen „cross-pollinieren“, um noch mehr zu verkaufen.
Cross-Selling und Upselling ist auf Shopify möglich, indem du relevante Produkte an wichtigen Stellen der Customer Journey sichtbar machst. Das kann bedeuten, auf der Produktseite ein Zubehör zu zeigen, auf der Warenkorbseite passende Artikel vorzuschlagen oder im Checkout Last-Minute-Upsell-Angebote einzublenden.

Indem du dir die Zeit nimmst, die Kaufgewohnheiten deiner Kund:innen und die Produkte zu analysieren, die gut miteinander harmonieren, kannst du eine Upselling-Strategie entwickeln, die die Kundenzufriedenheit erhöht, Kundenloyalität aufbaut und den Umsatz steigert.
Es gibt zahlreiche Touchpoints in einem Shopify-Shop, an denen du Upsell-Angebote strategisch platzieren kannst, um deinen durchschnittlichen Bestellwert zu maximieren. Die 6 wichtigsten Methoden für Upselling in deinem Shopify-Shop sind:
- Produktseiten-Upsells
- Warenkorb-Upsells
- Checkout-Upsells
- Post-Purchase-Upsells
- Danke-Seite-Upsells
- Remarketing-Upsells
Die obige Liste ist eine ideale Reihenfolge dafür, wie erfolgreich Upsells typischerweise performen. Upsells auf der Produktseite liefern in der Regel die höchste Conversion-Rate, während Remarketing-Upsells meist die niedrigste haben. Wenn du Belege sehen willst, dass Upselling funktioniert, schau dir diese Case Study an.
Wenn du deinen Umsatz in deinem Shopify-Shop steigern willst, findest du hier eine kurze Übersicht über Upsell-Apps, die dir helfen können, deine Upsell-Ziele zu erreichen.
Chancen erkennen
Die richtige Strategie zu finden, ist etwas, das du als Händler:in selbst machen musst. Du solltest deinen Katalog ziemlich gut kennen und wissen, welche Artikel sich gut verkaufen. Wenn du neu bist oder unsicher, weil dir die Daten fehlen, ist einfache Logik hier der Schlüssel.
Wenn dein Shopify-Shop seit mindestens ein paar Monaten aktiv ist (und du mehr als ein Produkt hast!), solltest du einige Bestelldaten haben. Manchmal upsellen sich Kund:innen sogar selbst, indem sie in deinem Shop stöbern und mehr als ein Produkt kaufen. Wenn das bei dir zutrifft, gehe in deinem Shopify-Adminbereich zu „Bestellungen“ und suche nach Bestellungen mit mehr als einem Artikel.
Unten siehst du ein Beispiel aus einem Live-Shop:

Wenn du dir die oberste Bestellung ansiehst, erkennst du, dass sie aus einer Handyhülle und einem Displayschutz besteht. Das ist eine starke Kombination, weil beide Produkte sich gegenseitig ergänzen. Daraus lässt sich gut ableiten, dass auch andere Kund:innen an dieser Kombination interessiert sein könnten.
Einen Upsell einzurichten, der einen „Displayschutz“ anbietet, wenn jemand eine Handyhülle in den Warenkorb legt, ist für diesen Shop eine Winning Strategy.
Unten haben wir ein paar einfache Beispiele für gute und schlechte Upsells zusammengestellt. Du kannst auch deine Konkurrenz recherchieren, um zu sehen, was sie anbieten.
Beispiel für einen schlechten Upsell
Wenn jemand auf der Produktseite für einen „Tennisschläger“ ist, wären Beispiele für schlechte Cross-Sells:
- Lippenstift
- 6er-Pack Kaffeefilter
- Taschenrechner
Der Grund, warum das nicht gut ist: Die Person, die sich den Tennisschläger ansieht, wird diese Produkte sehr wahrscheinlich nicht zusammen damit kaufen. Außer dein:e Käufer:in hat gerade keinen Lippenstift mehr, braucht dringend einen Taschenrechner und muss Kaffeefilter nachkaufen – dann hast du Pech. Realistisch gesehen wirst du damit kaum erfolgreiche Upsells erzielen.
Beispiel für einen guten Upsell
Beim obigen Beispiel mit dem Tennisschläger könnten gute Cross-Sells sein:
- Tennisbälle
- Tennistasche
- Tennisgriffe
Diese ergänzen das Hauptprodukt deutlich. Ein Tennisschläger ist ohne Tennisbälle letztlich nutzlos, oder? Außerdem ist eine Tennistasche eine super Möglichkeit, den Schläger und das gesamte Equipment zu transportieren, das du ihnen gleich mitverkaufst. Und drittens werden sie wahrscheinlich irgendwann neue Griffe brauchen, wenn sie viel Tennis spielen.
Jetzt geben wir den Produkten ein paar Werte:
Tennisschläger für $120 – Tennisbälle für $15 – Tennistasche für $60 – Tennisgriffe für $10
Ohne Upsells liegt dein maximales Verkaufspotenzial auf der Produktseite des Tennisschlägers bei = $60 (abgesehen davon, dass jemand mehr als einen braucht – eher unwahrscheinlich)
Mit Upsells kann der Wert – wenn alles perfekt läuft – bei = $205 liegen (Hauptprodukt plus alle Upsells)
Wie mache ich Upsells auf Shopify?
Upselling in deinem Shopify-Shop ist eigentlich sehr einfach. Für die praktische Umsetzung brauchst du in der Regel eine App wie SellUp. Mit über 12.000 Apps im Shopify App Store (Stand 2025) gibt es zahlreiche Möglichkeiten, effektive Upsell-Strategien umzusetzen. Für die Umsetzung einer erfolgreichen Upsell-Strategie hilft es, zu wissen, was deine Kund:innen kaufen und welche Produkte sich in deinem Sortiment gut ergänzen, bevor du alles in deinem Shop konfigurierst.
Upsells können auf Produktseiten platziert werden, in einem Pop-up, wenn ein Produkt in den Warenkorb gelegt wird, auf der Warenkorbseite oder sogar nachdem Kund:innen ausgecheckt haben.
Sobald du Produkte für Upsells identifiziert hast, musst du sie in deinem Shopify-Shop sichtbar machen. Mit einer App wie SellUp ist das einfach, da sie die meisten Touchpoints in deinem Shop abdeckt.
Upsells in deinem Shopify-Shop konfigurieren
Nehmen wir unser vorheriges Beispiel: Wir upsellen einen Displayschutz, wenn jemand eine Handyhülle kauft – lass uns das einrichten.
Angenommen, du hast eine App wie SellUp installiert: Zuerst brauchen wir ein Trigger-Produkt. Das ist das Produkt, für das sich deine Kund:innen ursprünglich interessieren – in unserem Fall die Handyhülle.
Zur Klarstellung: Unser Hauptprodukt = Handyhülle. 😊
Wenn unsere Kund:innen also die Handyhülle in den Warenkorb legen, möchten wir ihnen ein Produkt zeigen, das die Hülle sinnvoll ergänzt, damit sie es idealerweise ebenfalls hinzufügen.
Das ist das Produkt, das wir upsellen möchten – also unser Displayschutz.
Zur Klarstellung: Unser Upsell-Produkt = Displayschutz. 😊
In SellUp sieht das so aus:

Oben siehst du ein Beispiel für ein „Action offer“ mit der SellUp-App. Der Trigger „Lead Product“ ist hier auf den Collection-Modus gesetzt. Das bedeutet: Jedes Produkt in dieser Collection zeigt das Upsell-Angebot, sobald es in den Warenkorb gelegt wird.
Das ist praktisch, denn wenn du 150 Handyhüllen hättest, müsstest du sonst 150 einzelne Upsells erstellen!
Das „Upsell Product“ ist der Displayschutz. Das ist das Produkt, das Kund:innen im Upsell angeboten wird, wenn sie eine der Hüllen aus der Collection hinzufügen, die wir im Upsell festgelegt haben.

Das Endergebnis ist ein deutlicher Umsatz-Boost. Wenn nur 1 von 10 Kund:innen den Upsell annimmt, siehst du, wie stark dein Umsatz über die Zeit steigen kann. Wenn der Upsell gut optimiert ist, könnten sogar 1 von 2 Kund:innen das Angebot annehmen. Über deinen gesamten Katalog hinweg kann das ein massiver Boost für dein Ergebnis sein.
Fazit
Man kann sicher sagen: Wenn du in deinem Shopify-Shop eine Strategie für Cross-Sells/Upsells mit Produkten umsetzt, die sich gegenseitig ergänzen, wären die Ergebnisse über alle Bestellungen pro Monat hinweg ein RIESIGER Umsatzsprung im Vergleich zu deinem aktuellen Umsatz.
Nicht jede:r Kund:in wird das Angebot mitbestellen – aber wenn du es nicht anbietest, verpasst du diese Chance komplett.
Was hat gefehlt? Versuchen wir es nochmal.